„Operation Naked“ – Daten für alle?

Vielleicht nicht mehr ganz so ferne Zukunftsmusik: Die Datenbrille mit Gesichtserkennungs-Software von Erfinderin Michelle Sparks, Geschäftsführerin von Real-o-Rama. Ein Blick in das Gesicht des Gegenübers genügt und persönliche Informationen sind für jedermann zugänglich. Peinliche Fotos der letzten Party, die Anzahl der Ex-Freundinnen und der letzte Arztbesuch sind kein Geheimnis mehr, sondern nun auch für alle anderen zu sehen. Zwar sind die Inhalte der Mockumentary „Operation Naked“ von Mario Sixtus größtenteils fiktional, doch einen Diskurs um die Folgen einer solchen Entwicklung kann auch das nicht aufhalten. Insgesamt 15 TV-Formate des ZDF, von heute journal bis Markus Lanz, haben bei der Satire-Dokumentation mitgewirkt und diskutieren in ihren Sendungen die Vor- und Nachteile der vollkommenen Transparenz.

Auch Auswirkungen für den Werbemarkt sind denkbar: Interessen, Vorlieben und Kaufverhalten eines jeden Bürgers wären für Werbetreibende zugänglich und Marketing könnte nahezu personenspezifisch betrieben werden. Die Zustimmung zur Datenübermittlung wäre keinen Klick mehr entfernt, sondern nur einen Gang aus den eigenen vier Wänden. Doch ob diese Errungenschaft tatsächlich im Interesse der Bevölkerung ist? Werbung könnte individuell angepasst und Reaktanz eventuell verringert werden, doch ebenso machtlos wären die Empfänger gegenüber der neuen Art der Datenspionage. Groß ist die Kritik an der unbegrenzten Zugänglichkeit der persönlichen Daten – doch auch in der Realität arbeiten Forscher bereits an solchen Softwares. Auch wenn die Datenbrillen nicht gleich morgen die Gesichter der Menschen zieren ist ihre Eventualität in jedem Fall ein Grund zum Nachdenken.

Höchste Zeit, sich eine eigene Meinung zu bilden: Egal ob datentechnisch äußerst liberal oder eher klassisch – schaut euch die unterhaltsame Doku-Parodie an und diskutiert mit!

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